Der riesige Kontinent Afrika beheimatet eine Vielfalt ethnischer Gruppen. Jedes Volk hat seine überlieferten Riten und Ausdrucksformen. Manches davon ist uns völlig fremd, das religiöse Empfinden oder die magische Bedeutung von Kultgegenständen. Trotzdem spricht uns vieles an. Afrikanische Künstler besitzen ein feines Gefühl für Formen, Linien und Strukturen, die wir einfach als „schön“ empfinden, selbst wenn wir die Bedeutung gar nicht kennen.
Kunst erfüllt in Afrika überwiegend gesellschaftliche und religiöse Zwecke. Während der Initiationsriten dienen kleine Figuren aus Holz oder Lehm zur Veranschaulichung von Lehrsätzen für die Jugendlichen. Tod und Fruchtbarkeit sind zwei zentrale Themen afrikanischer Kunst. In magischen Zeremonien sucht man Schutz vor dem bösen Willen Toter oder Lebender, stellt man eine Verbindung her zu Geistern und Naturkräften. Für diesen Zweck eignet sich Holz als Material am besten. Es ist lebendig und gilt als Wohnung der Geister.
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